Was ist für dich der schönste Aspekt des Älterwerdens?

Frage 94

Anika Landsteiner, Autorin

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ch werde übermorgen 30, darum habe ich diese Frage gewählt. Die Frage ist ja positiv formuliert, also mag ich sie auch positiv beantworten: Ich finde es schön, dass ich – je älter ich werde – immer mehr Verantwortung für mich selbst übernehme. Besonders jetzt merke ich, wie gut das tut. Man hat Geld für Dinge, die man sich leisten will. Egal ob man in Geld schwimmt oder nicht, ich entscheide selbst, was ich damit mache. Und das ist natürlich nur ein kleiner Teil der Verantwortung: Ich gehe heute essen, ich bleibe heute im Bett. Ich merke ganz klar: Ich bin für mein Leben selbst verantwortlich. Denn am Ende des Tages muss die Miete bezahlt werden, das Finanzamt gefüttert und noch viel mehr. Zu merken, dass das funktioniert – das ist doch super.So wirklich festgestellt habe ich das Ende Februar. Ich hatte einen richtigen Winterblues und wollte unbedingt weg. Aber keiner konnte oder wollte mich begleiten. Ich habe also einfach gebucht – das hätte ich mit 18 oder 19 Jahren nicht gemacht. Aber jetzt wusste ich, dass ich das auch ohne Begleitung hinbekomme, ich habe mich sogar darauf gefreut.

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Alice M. Huynh, Lifestyle-Bloggerin, Designerin

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Die Erinnerungen. Viele haben Angst davor älter zu werden und Falten zu kriegen – ich freu mich darauf. Dann kann ich zurückblicken auf das, was ich erlebt habe. Dann kann ich Geschichten erzählen. Wenn ich daran denke was ich mit 16 Jahren erlebt habe, dann mit 19, 21 und jetzt mit 26 Jahren, dann kann ich es eigentlich gar nicht erwarten, noch mehr Erfahrungen zu sammeln und weiter zu lernen. Mit jedem Jahr und Abschnitt kommt etwas neues dazu. Anekdoten, die gibt es auch schon mit 26 zu erzählen – ich glaube nicht, dass man 50 Jahre alt sein muss, um die Welt zu verstehen. Man versteht sie dann nur vielleicht anders. Und jedes Jahr hat einen Nutzen, den man wahrscheinlich erst später erkennt.

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Susann Bieda, Bankkauffrau

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Die Gelassenheit. Ich habe mehr im Fokus, was für mich individuell wichtig ist. Man wird egoistischer und lässt sich nicht mehr so viel gefallen, erkennt seine eigenen Grenzen. Das Wort »Nein« ist nicht mehr ganz so gefährlich, man sagt es öfter. In meinen Zwanzigern habe ich mich immer gefragt, was ich von meinem Leben erwarte. Inzwischen habe ich das losgelassen und für mich festgestellt: Egal was passiert, es passiert. Irgendwo werde ich schon landen. Und ich lande auf meinen Füßen.

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Martin Schneider, Data Scientist

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Man wird entspannter. Wenn man so zurück an die Jugend denkt, so ans Teenie-Alter, da hat man sich ja über jeden Unsinn Sorgen und Gedanken gemacht und sich aufgeregt – alles war dramatisch. Jetzt ist vieles davon nicht mehr so wichtig. Man konzentriert sich eher auf die wichtigen Dinge im Leben: Gesundheit, Freunde, vielleicht irgendwann Familie.

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